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Siegsdorf – Eine sehr persönliche Abschlussfeier, organisatorisch und thematisch in Eigenverantwortung von der 9. Klasse und deren Klassenleiterin gestaltet, erlebten Eltern, Freunde und Verwandte der Abschlussklasse in der neuen Aula der Grund- und Mittelschule Siegsdorf.

Bereits eine liebevoll und aufwendig gestaltete Einladung kündigte das Motto der diesjährigen Abschlussfeier der 9. Klasse an – „*Quali*tät – Wir ernten die Früchte unserer Arbeit.“

Ein dreiköpfiges Moderatoren-Team führte unterhaltsam durch den Abend und eröffnete die Veranstaltung mit dem Hinweis, dass der Anlass der Feier zwar der bestandene Quali sei, dieser jedoch lediglich eine Leistungsfeststellung darstelle, die nichts über die eigentlichen Qualitäten der Klasse aussagt – Die tatsächlichen Qualitäten sollten dann im Laufe des Abendprogramms noch anschaulich dargeboten werden.

Die Rede der Klassenleiterin Simone Bartlreier lies anklingen, wie das Thema der diesjährigen Abschlussfeier zustande kam. – Die Klasse beschäftigte sich bereits in der Projektprüfung intensiv mit dem Thema Qualität und deren Prüfung. Doch auch die Schule als Institution stellt eine besondere Form der Qualitätsprüfung dar: „Die Schülerinnen und Schüler unterziehen sich einem mindestens neun Jahre währenden Prüfungsverfahren, so dass an dem heutigen Abend zwanzig regionale Qualitätsprodukte unter uns sitzen. – Erzeugnisse aus der Region, in unserem Fall Siegsdorf und seinen Nachbargemeinden, für die Region, gepackt mit einem übervollen Koffer an Kompetenzen – beziehungsweise Qualitäten.“ Sie appellierte an ihre Schüler, dass gerade in Zeiten des Fachkräftemangels, sie es sind, die die Gesellschaft braucht. – „Hilfsbereite, höfliche sowie interessierte und engagierte Handwerker und Dienstleister.“ Weiter kündigte sie an, sich darauf zu freuen, wenn sie einmal einen Handwerker brauche und dann wisse: „Ihr seid da, lächelt mich an und ich kann erzählen, das war einmal meine Schülerin/ mein Schüler.“ Zum Schluss gab sie ihren Schülern noch folgenden Ratschlag mit auf den Weg: „Wichtig ist nicht, wer die besten Noten hat, sondern wer versucht über sich hinauszuwachsen. Zeigt der Arbeitswelt was in euch steckt!“

Herr Stang, der Rektor der MS Siegsdorf, bezog sich in seiner Rede auf die Worte der Einladungskarte und verglich die Schüler mit Pflanzen in einer Gärtnerei. Die Lehrer sind die Gärtner, die auf ihre Pflanzen achten, sie vor Unwettern und anderen Katastrophen beschützen und sie beim Wachsen unterstützen, ihnen Hilfen zum Ranken anbieten und sie auch wieder aufpäppeln wenn es nötig ist. Nun sei der Tag gekommen, an dem alle Pflanzen nach draußen in die Freiheit dürfen, auch wenn der Wachstumsprozess bei einzelnen Exemplaren unterschiedlich schnell verlief. Er beendete seine Rede mit den besten Wünschen für ein weiteres Gedeihen und dankte allen am Wachstumsprozess Beteiligten.

Passend zu den Worten des Schulleiters erhielt die Klassenleiterin von ihren Schülern Blumen überreicht mit der Anmerkung: „Zum Einpflanzen, damit Sie noch länger etwas von uns haben!“ Aber auch die Arbeit weiterer Lehrkräfte, der Schulleitung, der Jugendsozialarbeit, des Hausmeisters, von Frau Gaukler von der Arbeitsagentur und verschiedenen Förderern und Unterstützern der Klasse wurde mit liebevoll zusammengestellten Geschenken und sehr persönlich gewählten Worten honoriert.

Wünsche für die Zukunft gab es auch vom dritten Bürgermeister der Gemeinde Siegsdorf, Martin Maier, sowie der Elternbeiratsvorsitzenden Frau Schmidt.

Für Abwechslung zwischen den einzelnen Reden sorgte ein beeindruckendes Rahmenprogramm. So wurde mit einer Fotoschau, ein Rückblick auf gemeinsame Erlebnisse gegeben, bei welcher dem Betrachter bereits sehr eindrucksvoll eine der angesprochenen Qualitäten - Zusammenhalt, für einander und vor allem auch für die jüngeren Schüler da zu sein; das „Helfersyndrom“ der Klasse, wie es die Moderatoren bezeichneten – aufgezeigt wurde. Aber auch der Programmpunkt „Italienisch für Fortgeschrittene“, als Anlehnung an eine der Hauptattraktionen der vergangenen Abschlussfahrt, wusste zu unterhalten und bot eine kurzweilige und sehr humorvolle „Sprachreise“ durch den Safari Park. Den Gästen wurden via Fotoschau und äußerst gelungener „Reiseleitung“ die Tücken eines Übersetzungsprogrammes vor Augen geführt. Den Höhepunkt des Rahmenprogrammes bildete aber definitiv ein lustiges, aber auch eindrucksvoll dargebotenes Theaterstück auf Grundlage des Zauberlehrlings von J.W. v. Goethe. Es wurde eine Szene aus dem Schulalltag aufgeführt, die die harte Arbeit der Schüler und ihrer Lehrerin Frau B. bei den Prüfungsvorbereitungen zeigte. Spätestens als einer der Schüler als Frau B. die Bühne betrat, blieb kein Auge mehr trocken. Nun wurde auch dem letzten Gast klar, was die Moderatoren mit „den eigentlichen Qualitäten der Klasse“ gemeint hatten. Auch der schnelle und reibungslose Auf- und Abbau des Bühnenbildes, an dem sich die gesamte Abschlussklasse beteiligte, sprach für deren Qualitäten, frei nach dem Motto „Keiner kann alles, aber jeder kann etwas!“, welches die Klassensprecher kurz zuvor in ihrer Rede zu verkünden wussten.

Beendet wurde der Abend mit der Verleihung der Abschlusszeugnisse, die von den Absolventen sichtlich stolz entgegengenommen wurden. Ein Zeugnis bekamen auch drei Schüler des M-Zuges der neunten Jahrgangsstufe, die sich entschlossen haben nach bestandenem Quali ihre Schullaufbahn zu beenden.

Im Anschluss an die Feier konnten sich die Gäste noch mit von den Schülern selbstgemachten Häppchen stärken. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle der Lehrkraft für Soziales, Frau Dufter.

A. Pertl

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