Sehr geehrte Eltern,


an unserer Schule stellen wir vermehrt Fälle von Cybermobbing fest, vor allem beim Chat-Dienst WhatsApp oder auch in sozialen Netzwerken wie beispielsweise Instagram. Dabei kommt es zu verletzenden Beleidigungen und Ausgrenzungen durch Worte, aber auch durch Bilder, Audiodateien und Videos. Den Tätern wird hierbei eine Plattform geboten, an der keinerlei regulierende Instanzen teilhaben – weder Eltern, noch Lehrer.


Die Pseudoanonymität der sozialen Netzwerke verleitet einige Kinder dazu, unüberlegt und unkontrolliert verbale Attacken zu starten, die ihre normalen Umgangsformen sprengen. Von den Eltern bleibt dies meist unbemerkt, es sei denn die Opfer treten aus der Anonymität, um Hilfe zu bekommen. Einige Schüler zeigen Mut und beziehen klar Stellung zu verletzenden Kommentaren. Es zeigt sich jedoch auch, dass Schülern immer wieder das nötige Einfühlungsvermögen fehlt, um mit Inhalten dieser Art angemessen umzugehen und entsprechend zu handeln. Auf den Opfern lastet häufig ein zu hoher Druck, um den  Anfeindungen aus Eigeninitiative entgegenzutreten.


Auch von schulischer Seite her nehmen wir uns diesem Thema an und beziehen ganz klar Stellung. Heute Morgen fand eine Schülervollversammlung statt. In den nächsten Schultagen stehen MIOProjekte in verschiedenen Klassen an. Wir wollen Beteiligten die Möglichkeit eines Ansprechpartners geben. Auch versuchen wir durch Präventionsprogramme und Training für Aufklärung zu sorgen. In
akuten Fällen finden Beratungen und Gespräche mit den Betroffenen und in den Klassen statt.

 

Hier zwei wichtige allgemein gültige Informationen:

  • Die Nutzung der Chatdienste WhatsApp, Instagram und Facebook ist offiziell ab 13 Jahren erlaubt.
  • Das Veröffentlichen und Verschicken von Bildern anderer Schüler ist ein Straftatbestand und kann zur Anzeige gebracht werden, wenn diese darüber nicht vorher in Kenntnis gesetzt wurden und eingewilligt haben (Recht am eigenen Bild).

Das Cybermobbing hallt in allen Lebensbereichen der Kinder nach. Die Verantwortung liegt letztlich bei Ihnen als Eltern, die den Kindern die Nutzung eines Smartphones erlauben. Bitte helfen Sie mit,
Ihre Kinder und unsere Schüler zu schützen. Kein Erwachsener kann seinem Schützling ständig über die Schulter schauen. Daher ist es ratsam, gemeinsam mit Ihren Kindern geeignete Angebote
zu wählen, feste Chatzeiten zu vereinbaren, mit Ihrem Kind über mögliche Gefahren zu sprechen und zu erklären, wie es diese vermeiden oder sich zur Wehr setzen kann.


Sie können vielfältige Hilfsangebote im Netz finden, z. B.:

www.imz-bw.de/soziale-netzwerke-ratgeber und
www.schau-hin.info

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